Spiele des Jahres 2010 - Platz 2
Immer näher rückt das Ende des Jahres 2010... Immer näher rückt damit auch der Platz 1 meiner Spiele des Jahres 2010. Doch halt, zuvor möchte noch die Silbermedallie vergeben werden. Und diese geht an ein wahres Umfangsmonster. Nämlich...

Wisst ihr, eigentlich wollte ich ja bei „Monster Hunter 3“ aussetzen. Zwar reizt mich die Reihe seit den ruhmreichen PSP-Ablegern, als jedoch auf der letztjährigen gamescom Tauch-Abschnitte angekündigt wurden... Ja, ich war nicht sonderlich angetan davon. Ihr wisst schon, mein kleines Trauma. Panik. Wasser. In Videospielen. Und so. Brr...
Fragt nicht, wie es dazu kam, aber letztenendes habe ich mir das Spiel dann doch zugelegt. Im Nachhinein kann ich sagen: Bloß gut, dass ich es getan habe! Nicht nur habe ich so recht preiswert einen Classic Controller für meine Wii ergattern können, ich habe auch einen weiteren umfangreichen Zeittöter kennenlernen dürfen. Und – wie ich erst viel später bemerkte – auch in gewisser Weise ein MMORPG, das mir wirklich gut gefällt und nicht die selben Fehler macht wie die ganzen anderen MMOs da draußen.
Zugegeben, auch „Monster Hunter 3“ hat eine ziemlich lange Übungsphase. Die ersten zwei Stunden verbringt man damit, die Steuerung zu erlernen und anhand kleiner Kreaturen in der Kunst des Kampfes unterrichtet zu werden. Doch sobald es an das erste größere Monster geht, entfaltet sich der ganze Reiz dieses Jagd-Abenteuers.
Kurzum: Die Gefechte mit den Monstern sind durch die Bank weg einzigartig. Jedes folgt einem eigenem Verhaltensmuster, welches es zu studieren gilt, und bewohnt auch einige „Heimatplätze“ in den Gebieten des Spiels. Wer unvorsichtig handelt, landet schneller auf dem Schubkarren der katzenartigen Felyne als es einem lieb ist. Vielmehr muss man vorsichtig vorangehen und zuschlagen, sobald sich euer Questziel eine Blöße gibt.
Dank der sechs Waffengattungen, die sich allesamt merkbar verschieden spielen, wird einem dabei auch nicht langweilig. Selbst wenn man zwei Millionen Qurupecos jagt, nur um an zwei verdammte Zündsteine zu kommen, stellt sich zwar eine leichte Routine ein, doch zum simplen Knöpfengedrücke verkommen die Gefechte nie.
Außerdem verfügt „Monster Hunter 3“ über einen erstklassigen Online-Modus, wo sich bis zu vier Spieler gemeinsam auf die Jagd begeben können. Und während schon das Einzelspieler-Abenteuer für sich umfangreich genug ist, legt der Online-Teil noch einmal eine ganze Menge Content nach. Hier kann man sich wortwörtlich Monate lang mit beschäftigen.
„Monster Hunter 3“ ist definitiv nicht für jedermann. Doch wenn man sich einmal damit angefreundet hat, kommt man nur schwer wieder davon los. Dank der Unmengen an Aufgaben on- und offline bekommt man hier garantiert genug Spiel für sein Geld. Wer Capcoms Großtier-Jagd noch keine Chance gegeben hat, sollte zumindest mal einen Blick riskieren. Denn trotz all der Wasser-Abschnitte und damit verbundenen Monster hat sich der Wii-Titel mit seinem Umfang und Spielspaß in meiner Liste für 2010 den Platz 2 unter den Nagel reißen können.
Bevor wir uns dem diesjährigen Sieger in meiner Top 5 widmen, richten wir morgen das Wort an all die Spiele, die mich zwar auch begeistert haben, allerdings keinen Platz mehr auf den ersten fünf Positionen ergattern konnten. Glaubt mir, das wird eine lange Liste...


