Spiele des Jahres 2011 - Platz 5


In der Regel komme ich ja mit den 140 Zeichen, auf die sich meine Mittelungsbedürftigkeitsaktivitäten in letzter Zeit reduzieren, recht gut aus. Dementsprechend mau sieht es auch hier textmäßig aus. Aber für das Jahresende brauche ich doch ein wenig mehr Platz. Es ist nämlich mal wieder Zeit für die alljährlichen Top-Wasauchimmer-Listen und es wäre doch gelacht, wenn ich keine eigene am Start hätte! Jeden Tag gibt es hier jetzt einen kleinen Artikel, in dem ich über einige der für mich bemerkenswertesten Spiele des Jahres sinniere. Pünktlich zu Silvester und zum Abschied von 2011 präsentiere ich dann mein persönliches Lieblingsspiel. Und wie immer ist diese Liste extrem handheld-lastig geworden. Sorry, Tiuri! Aber vielleicht kann ich dich ja mit dem Platz 5 zumindest ein wenig gnädig stimmen...

Sonic Generations (Xbox 360/PlayStation 3/PC)


Wir alle sind mit dem Sonic-Kreislauf (hoffentlich) vertraut. Für diejenigen, die ihn noch nicht kennen, so läuft er ab: Sega kündigt ein neues Sonic-Spiel an, es sieht vielversprechend aus, die Leute werden heiß drauf. Dann zeigt Sega mehr Bildmaterial, darunter ein ganzer Batzen dummer Ideen. Das Spiel erscheint, wird verrissen und die Fans schwören, der Reihe für immer den Rücken zuzukehren – bis zur nächsten Ankündigung. Ganz in diesem Sinne hatte ich bei „Sonic Generations“ immer auf den Augenblick gewartet, an dem Phase 2 eintritt.

Er kam allerdings nicht. Gut, die deutsche Sprachausgabe, die erstmalig in einem Sonic-Teil vorkommt, mag ungewohnt sein, doch es ist immerhin die selbe Truppe dafür verantwortlich, die damals den Anime „Sonic X“ im deutschsprachigen Raum vertont hat. Das geht in Ordnung. Gameplay-mäßig habe ich tatsächlich nahezu gar nichts zu bemängeln. Die Fusion aus dem Stil der Mega-Drive-Zeiten und moderneren Elementen funktioniert gut und mir machen sowohl die Abschnitte von Classic Sonic als auch die von Modern Sonic gleichermaßen viel Spaß. So viel Spaß sogar, dass ich mir Zeit genommen habe, ein paar mehr dieser fast komplett freililligen Nebenmissionen zu erfüllen, die ich sonst immer gepflegt ignoriere.

Hinzu kommt, dass der Soundtrack einmalig ist. Die Neumischungen von Escape from the City hat es mir besonders angetan. Das hat zu einem guten Teil auch etwas mit Nostalgie zu tun, aber hey, es ist immerhin das Spiel zum 20. Jubiläum des Igels! Man hat sich durch die Bank weg an der Vergangenheit von Sonic bedient und dabei einige bemerkenswerte Level merklich umgebaut, sodass sie sich trotz ihrer wiederverwerteten Stile frisch anfühlen. Hätte nie gedacht, dass ich die Chemical Plant Zone irgendwann mal mögen würde.

Es war ein ziemlich knappes Rennen um Platz 5 – weil sich hier, anders als bei den kommenden vier Platzierungen, meine inneren Fanboys heftig gestritten haben – aber Sonics kleines Zeitreise-Abenteuer hat sich die Position redlich verdient. Während die Handheld-Ableger für Nintendos Systeme bisher generell besser ausfielen als die Heimkonsolen-Gegenstücke, habe ich dieses Mal das Gefühl, dass die große Version merklich besser ist als die 3DS-Fassung. Für Fans ist „Sonic Generations“ auf jeden Fall ein absolutes Muss.


Morgen geht's dann weiter mit einem Titel, der auf zwei Plattformen gleichzeitig für viel Wirbel gesorgt hat.

26.12.11 11:25

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