Spiele des Jahres 2011 - Platz 3



Nach dem kleinen Doppelpack gestern kommen wir nun mal wieder zu einem einzelnen Spiel. Wir bleiben aber auf der Handheld-Ebene, begeben uns genauer gesagt auf den DS. Trotz Nintendos neuer portabler Maschine ist dort nämlich noch das ein oder andere interessante Spiel erschienen. Eines davon sogar recht früh in diesem Jahr.

Ghost Trick: Phantom-Detektiv (Nintendo DS)


Das ist mal etwas, das sich recht kurzfristig in die Liste gequetscht hat. Ich bin aber wirklich froh, dass ich mir „Ghost Trick“ noch in diesem Jahr zugelegt habe. Das Spiel hat jegliche Aufmerksamkeit verdient, die es bekommen kann. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, dass viele es dank Release im Januar wieder bereits vergessen haben.

Was verdammt schade wäre! „Ghost Trick“ ist nämlich das neue Adventure aus der Feder von „Ace Attorney“-Schöpfer Shu Takumi. Während sein vorheriges Werk mehr Visual-Novel-Anleihen hat, liegt der Fokus dieses Spiels eher auf dem Lösen von Knobelaufgaben. Aber der Reihe nach: „Ghost Trick“ beginnt nämlich mit dem Ableben des Protagonisten Sissel, der sich daraufhin als Geist ohne jegliche Erinnerung an seine Vergangenheit wiederfindet. Sein Übergang ins Totenreich hat aber auch einige Vorteile mit sich gebracht. So kann er nun von diversen Objekten Besitz ergreifen und sie so manipulieren – vorausgesetzt, sie sind nah genug an seinem momentanen Gefäß dran.

Die andere neue Fähigkeit bringt uns zur allgemeinen Aufgabenstellung des Spiels: Sissel ist nämlich in der Lage, vier Minuten vor dem Tod einer gerade verstorbenen Person in der Zeit zurückzureisen. Dann bleiben ihm genau diese vier Minuten, um den Mord bzw. Unfall, der für diesen Umstand verantwortlich ist, zu verhindern. Warum er das tut? Nun, auf der Suche nach seiner eigenen Vergangeheit heftet er sich an die Fersen der jungen Ermittlerin Lynne, die allerdings in ziemlich viele Schwierigkeiten verstrickt ist. Manche davon gehören auch zur eher tödlichen Sorte. Mit ihr hat Sissel also mehr als genug zu tun... Oh, und da er sich bei Sonnenaufgang in Wohlgefallen auflöst, hat der Geist auch nur eine Nacht Zeit, um die Rätsel um sein Leben vor dem Tod zu lösen.

Was folgt, sind gut 15 bis 20 Stunden intelligente Puzzles, bei denen ihr eure Umgebung richtig nutzen müsst, um die vielen Tode zu verhindern oder einfach nur an einen neuen Hinweis zu gelangen. Mal müsst ihr einfach nur Gegenstände so ausrichten, dass ihr euch freier bewegen könnt, anderorts müsst ihr Personen ablenken oder auf ein wichtiges Objekt aufmerksam machen. Eine falsche Aktion kann euch hierbei auch schon mal in eine Sackgasse lenken, dank generell gut verteilter Checkpoints bleibt der Frustfaktor hierbei aber eher gering.

Außerdem spornen die gut geschriebene Handlung mit ihren zahlreichen, überraschenden Wendungen sowie die einzigartigen und liebenswürdigen Figuren einen immer wieder zum Weitermachen an. Mal ehrlich, wer kann sich schon dem Charme des knuffigen Hündchens Rakete entziehen? Ich jedenfalls nicht, weswegen ich „Ghost Trick“ fast in einem Durchgang in zwei Tagen wie gebannt durchgezockt habe. Es ist ganz einfach ein absoluter Pflichttitel für jeden Adventure-Freund und gehört in jede gut sortierte DS-Sammlung.


Nächstes Mal wenden wir uns einem Spiel zu, das ich ebenfalls kurz nach Erhalt in einem regelrechten Marathon durchgezockt habe, weil es mich einfach dermaßen gefesselt hat.

28.12.11 11:15

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