Spiele des Jahres 2011 - Was sonst noch war

...und mal wieder keinen Platz in meiner Top 5 gefunden hat. Beim Durchgehen meiner Neuerrungenschaften des Jahres ist mir auch noch einmal aufgefallen, wie wenig da für stationäre Konsolen bei ist. Oder gar für den PC, wobei ich mich erst kürzlich da noch an eines erinnert habe, welches - zusammen mit einige anderen nennenswerten Spielen - ich in der folgenden Auflistung zumindest noch einmal erwähnen möchte. Denn auch 2011 war ein Jahr mit vielen tollen Titeln, in denen nicht unbedingt mit Igeln gerast, Höhlen erkundet, Geheimnisse gelüftet oder Schwerter geschwungen werden.
Inazuma Eleven

Ich bin kein Fan von Sportspielen und mit Echtzeitstrategie habe ich noch weniger am Hut. Kann mir bitte jemand erklären, warum ich dann „Inazuma Eleven“ so sehr mag? Vielleicht ist es der Rollenspielanteil. Vielleicht auch die Tatsache, dass die Fußballer hier mit anime-mäßigen Spezialmanövern wie etwa Feuerbällen, magischen Händen, Tornados, Erdbeben und was sonst noch so an Naturgewalten vorhanden ist hantieren. Auf jeden Fall hat Level-5 es geschafft, mich ernsthaft für ein Fußballspiel zu begeistern, sodass ich mich auf Teil 2 im nächsten Jahr freue. Das verdient Respekt und zumindest eine Erwähnung hier. Außerdem kriege ich die vermaledeite Titelmelodie nicht mehr aus meinem Kopf. „Hey! Ho! Aufstehn! Aufstehn! Rauf auf den Rasen! Inazuma Challenger!“

Clover Studios mag zwar nicht mehr existieren, aber zumindest die Anhänger des „Ōkami“-Kults (nur echt mit dem ! kriegen einen Nachfolger zu dem Meisterwerk präsentiert, das es problemlos mit seinem spielerischen Vorbild „The Legend of Zelda“ aufnehmen konnte. Die Fußstapfen, die Ammy zurückgelassen hat, sind dementsprechend groß. Ein wenig zu groß für den Helden Chibiterasu, da „Ōkamiden“ sich ein wenig zu sehr auf bekannte Gegenden und Elemente verlässt, was zwar Fans in Erinnerungen schwelgen lässt, die neuen Gegenden aber teils ein wenig fehl am Platz wirken lässt. Außerdem wird das Spiel gegen Ende noch mal ein wenig unschön gestreckt. Ungeachtet dieser Kritikpunkte ist aber auch der zweite Ausflug in das malerische Japan der Mythen und Legenden auf jeden Fall einen Blick wert. Dafür sorgen allein schon die netten Nebencharaktere.

Was ist denn das? Geben sich die Programmierer der „Pokémon“-Hauptreihe etwa so langsam wirklich mal mit der Haupthandlung Mühe? Klar, zu einer richtigen, großen RPG-Story fehlt noch einiges, das neue Editionpaar holt die Handheld-Serie aber immerhin schon mal auf das Niveau der GameCube-Spinoffs hoch. Ansonsten bekommt man hier zwar gewohnte Kost geboten – sammle acht Arena-Orden, fange alle Pokémon etc. - diese wurde aber angenehm aufgehübscht und irgendwie fesselt es ja trotz alldem immer noch. Jedenfalls wurde ich von der fünften Pokémon-Generation überhaupt nicht enttäuscht.

Eine unscheinbare kleine RPG-Perle, die leider ein kleines Problem hat: Spielerisch ist sie recht mau. Die Echtzeitgefechte sind dank des Move-Repertoires – Held Red kann seine Feinde nämlich nur umherschleudern – unterfordernd und repetetiv und man verbringt einen Großteil der Zeit eigentlich nur damit, von Dialog zu Dialog zu wandern. Wenn man „Solatorobo“ allerdings nur darauf reduzieren würde, würde man der interessanten Spielwelt mit ihren charmanten Bewohnern allerdings nicht gerecht werden. Man verliert sich schnell in diesem Wolkenreich und auf dem Weg zum Abspann warten einige richtig dicke Überraschungen auf diejenigen, die sich in diese Geschichte vertiefen wollen. Sollte man unbedingt mal eine Chance geben.
Dead or Alive Dimensions

Stellvertretend für die drei 3DS-Fighter, die in diesem Jahr erschienen sind, steht hier mein Lieblingsvertreter der Zunft. Geschmeidige Animationen (wenn auch nur mit ausgeschaltetem Tiefeneffekt), ein hohes Spieltempo und ein sehr auf die richtige Gegenreaktion ausgerichtetes Gameplay machen „Dead or Alive Dimensions“ für mich zu einem persönlichen Highlight. Außerdem ist es nach langer Zeit endlich mal wieder ein richtiger Prügler mit den Damen und Herren (!) der „DOA“-Reihe und kein verkappter Urlaubs-Simulator. Dass das auch heute noch wunderbar funktioniert, hat Tecmo mit dem 3DS-Spiel bewiesen. Jetzt bin ich nur gespannt, wie „Dead or Alive 5“ wird.

Es ist „Mario Kart“. Braucht man da noch mehr zu sagen?

Hey, wer hat da gelacht? Ich mag eben „Pac-Man“ und diese kleine Spielesammlung beinhaltet das wohl beste Spiel des Pillenschluckers überhaupt: „Pac-Man: Championship Edition“. Mit Online-Leaderboards (was zum Beispiel der PSP-Umsetzung fehlt). Außerdem ist „Galaga Legions“ ebenfalls mit drauf, was ich mir sowieso mal zulegen wollte. Auch ein großartiges Spiel. Die anderen vier Dinger auf dem Modul sind für mich lediglich eine nette Dreingabe, wobei „Pac-Man Tilt“ und „Galaga 3D Impact“ eigentlich gar nicht mal so unspannend sind. Dennoch waren es die beiden erstgenannten Titel, wegen denen ich noch heute diese 3DS-Karte immer wieder gerne einlege. Herrliches Ding!

Verflucht seist du, Activision! Wäre da nämlich nicht das Testmuster gewesen, das ich erhalten habe, wäre ich nie Ende November auf den „Skylanders“-Trip gekommen. Davor habe ich mich zwar ein wenig für das Spiel interessiert, aufgrund der Vielzahl an Spielzeugen und dem hohen Einstiegspreis gezögert. Dann lag die 3DS-Version auf dem Tisch, sie gefiel mir und wenige Tage danach war die Xbox-360-Fassung bestellt. Samt neuer Figuren. Soviel dazu. Zum Spiel selbst: Im Gegensatz zu den stationären Umsetzungen ist es hier deutlich ein Jump 'n' Run, wenn auch mit hohem Action-Anteil. Außerdem spielt es sich eher wie „Crash Bandicoot“ als wie „Spyro“. Macht aber nichts, denn trotz des recht geringen Umfangs – zumindest wenn man vom Starter-Set allein ausgeht – ist es ein solide gemachter Hüpfer, den man sich ohne Gewissensbisse mal anschauen kann. Glatt gelogen, natürlich wird es Gewissensbisse geben. Beim Blick auf den nächsten Kassenzettel, wenn man mal wieder mit Extra-Figuren nach Hause gekommen ist.

An „Ocarina of Time“ hat der Zahn der Zeit genagt. So, ich hab's gesagt. Es ist raus. Damit habe ich jegliche Glaubwürdigkeit verspielt. Aber hört mich an: Das ändert nichts daran, dass es immer noch ein richtig gutes Spiel ist! Was heutzutage schlichtweg überholt ist, ist die Spielwelt an sich. Sie wirkt meines erachtens ein wenig leer und leblos, nach heutigen Standards. Vielleicht bin ich diesbezüglich auch einfach zu sehr von „Majora's Mask“ verwöhnt, welches zumindest viele gute Nebendarsteller hatte. Nach wie vor genial sind aber noch das Dungeon-Design und die Musik – und das obwohl letzteres nicht erneuert wurde, im Gegensatz zur Grafik, die „Ocarina of Time“ zumindest präsentierbar macht. Der gelungene 3D-Effekt in Kombination mit der Bewegungssteuerung zum Zielen gefällt mir auch sehr. Machen wir uns nichts vor: „Ocarina of Time 3D“ gehört einfach in jede 3DS-Sammlung.
Tactics Ogre: Let Us Cling Together

Ich bin ein mieserabel in Strategie-Spielen. Das beschränkt sich nicht nur auf Echtzeitstrategie, wie bei „Inazuma Eleven“ angemerkt. Nein, Rundenstrategie beherrsche ich auch nicht. Merke ich bei jedem „Fire Emblem“- oder „Advance Wars“-Versuch aufs neue. Es gibt nur zwei Ausnahmen: „Disgaea“ (weil man hier durch Grinding kompensieren kann) und „Final Fantasy Tactics“. Da „Tactics Ogre“ der geistige Vorgänger von letzterer Reihe ist, habe ich dem PSP-Remake eine Chance gegeben. Auch wenn ich meine kleinen Probleme damit habe – die Monster in Kapitel 2 halten mich ganz schön auf – hat sich die Investition aber ausgezahlt. Denn bis ich so ziemlich hilflos festhing, hatte ich zumindest richtig viel Spaß. Vielleicht mache ich mich auch mal schlau und finde heraus, wie ich gegen diese verdammten Biester ankomme bzw. was ich falsch mache. Bis dahin bleibt mir nur zu sagen: Mehr als gelungenes Rundenstrategiespiel mit starker Handlung und viel taktischer Tiefe. Damit kann man Monate verschleudern.
Shadows of the Damned

Mein innerer Grasshopper-Manufacture-Fanboy will dieses Spiel eigentlich in der Top 5, idealerweise auf Platz 1 sehen. Aber in diesem Jahr war die Konkurrenz einfach stärker. Das soll aber nicht heißen, dass „Shadows of the Damned“ schlecht ist! Es mag zwar vergleichsweise konventionell für einen Titel aus der Feder von Suda 51 sein, beheimatet aber noch immer seinen abgefahrenen Sinn für Humor. Und solltet ihr nach „No More Heroes“ noch immer eine neue Ladung Peniswitze brauchen, habt ihr hier das ideale Futter gefunden. Ein höllisch spaßiger Trip durch die Dämonenwelt, den ich mir gleich in vierfacher Ausführung angetan habe. Ich habe keine Sekunde bereut.

Ich hatte es bereits im Absatz zur 3DS-Version erwähnt: Das Heimkonsolen-Gegenstück folgte in Eigenanschaffung sehr bald nach Erhalt des Handheld-Testmusters. Dieses wurde dann auch sogleich mit meinem Bruder kooperativ durchgespielt, den ich so auch gleich mal mit dem „Skylanders“-Virus angesteckt habe. Hier wird allerdings nicht gehüpft, sondern lediglich gekloppt. Kein Ding, denn zu zweit macht dies richtig Laune. Außerdem darf nicht die gelungene Arbeit der englischen Synchronsprecher vergessen werden. Vor allem Richard Steven Horvitz, den manche vielleicht als die Stimme von Raz aus „Psychonauts“ oder Invader Zim kennen, mimt einen großartigen Antagonisten. Wir haben uns auf jedes kleine Intermezzo mit ihm gefreut. Und jetzt nach dem Durchspielen wagen wir uns auch schrittweise an Durchgang 2. Schließlich ist unsere Skylander-Armee über Zeit um einiges gewachsen und die Truppe will hochgezüchtet werden.
Xenoblade Chronicles

Mitte des Jahres hatte sich Nintendo of Europe zum Helden der europäischen RPG-Freunde gemausert. Nächstes Jahr sind „The Last Story“ und „Pandora's Tower“ dran, im August gab es aber immerhin schon mal „Xenoblade“ für uns. Ich habe auch das Gefühl, dass das Spiel es in meine Top 5 hätte schaffen können, wenn ich es denn nur ausführlicher gezockt hätte. Die ersten zehn Stunden sind hier nämlich wie im Fluge vergangen. Das verdankt „Xenoblade“ dem klasse Kampfsystem, den riesigen Arealen und den interessanten Begleitern. Mir ist jetzt schon meine noch (?) kleine Gruppe richtig ans Herz gewachsen. Doch eines Tages bin ich davon abgekommen. Das muss ich irgendwann mal korrigieren. So reicht's nur für eine Erwähnung hier.
Harveys neue Augen

Ich habe mir etwas für den PC gekauft? Ja, ich habe mir etwas für den PC gekauft. Etwas, was man nicht bei Steam kriegen kann. Okay, technisch gesehen hat mir das mein Bruder zum Geburtstag geschenkt – nachdem sich mein alter PC in Rauch aufgelöst hat und der Laptop meines Vaters zur Reparatur war – aber lassen wir die unnötige Haarspalterei. „Harveys neue Augen“ ist böse. Bitterböse. Es hat alleine in den ersten drei Stunden einen höheren Bodycount als der Vorgänger „Edna bricht aus“ insgesamt. Zumindest glaube ich das. Bei den ganzen hübschen lila Farben, mit denen kleine kartoffel-artige Gnome die Gegend zukleistern, kann ich das nicht so recht erkennen. Das Spiel ist das reinste Fest für Freunde des schwarzen Humors. Es hat wunderbare Charaktere, ein paar nette Ideen und ist mit äußerst viel Liebe zum Detail gespickt. Pflichtkauf für Adventure-Fans. Keine Frage.
Shantae: Risky's Revenge (DSiWare)

Bis heute das einzige DSi-Spiel, welches allen ernstes 12 Euro kostet. Aber wisst ihr was? Dieses Geld ist „Shantae“ wert. Jeden einzelnen Cent davon. Für seine 12 Euro bekommt man nämlich ein wunderschönes 2D-Abenteuer in einer recht großen Umgebung, viele versteckte Areale und Kammern inklusive. Der schmucke Soundtrack und die liebevoll animierten Figuren tun ihr übriges. Diese Investition lohnt sich. Und ich hoffe, für Entwickler WayForward hat sich dieses Spiel auch gelohnt.
Bestes Spiel, bei dem ich lediglich zugesehen habe

Portal 2 (Xbox 360/PS3/PC): Hey, mal kein „Shin Megami Tensei“ hier! Liegt vielleicht daran, dass ich dieses Jahr beide „Shin Megami Tensei“-Spiele selbst besitze und eines davon – zumindest nach meiner kurzen Anspielzeit – es nicht so recht wert ist, hier aufgeführt zu werden. Nein, der Award geht dieses Mal an „Portal 2“, wobei er nicht ganz akkurat ist. Ich habe es schon ein wenig gespielt. Also zumindest den Koop-Teil mit meinem Bruder. Was die Solo-Kampagne anbelangt, habe ich jedoch weitestgehend ihm hin und wieder über die Schulter geschaut, während er sich mit Wheatley und GLaDOS anfreundete. Von dem, was ich gesehen habe, gefällt mir das Spiel auch ziemlich gut. Genauso wie der Vorgänger, mein Spiel des Jahres 2008. Warum ich es dann trotzdem nicht mal selbst in aller Ruhe durch- oder zumindest mal angespielt habe? Keinen Schimmer. Irgendwann werde ich es aber nachholen.

Die Sims 3/Die Sims 3: Einfach tierisch (3DS): Alle Tester machen irgendwann in ihrem Leben einen richtig großen Fehler. Und ich rede nicht davon, sich mit Trollen und anderen Neinsagern anzulegen. Nein, ich rede von richtigen, ehrlichen Fehlgriffen in der Bewertung eines Spiels. So mit mir geschehen bei der 3DS-Umsetzung von „Die Sims 3“, der ich allen Ernstes 6 von 10 Punkten gegeben habe und von der ich sprach, dass sie zwar einige Features vermissen lässt, aber dennoch recht solide ist.
Das ist falsch. Das ist kompletter Humbug. Ich war viel zu freundlich. „Die Sims 3“ hat den Namen nicht verdient. Streicht die 3 aus dem Titel, dann kommt es der Sache vielleicht näher. Es fehlen derartig viele Features, dass es sogar noch weniger Handlungsmöglichkeiten gibt, als beim ersten „Die Sims“ ohne Add-Ons. Die Ladepausen, die im Update „Einfach tierisch“ immerhin verkürzt wurden, sind doof. Die Tendenz zu Abstürzen ist doof. Dass man keine Kinder kriegen kann ist doof. Dass die Sims nicht altern ist doof. Das Interface ist doof. Die Tiere in „Einfach tierisch“ sind doof. Der Charakter-Editor ist doof und ich mag hier und da vielleicht etwas übertreiben, doch eines ist sicher: Beide 3DS-Versionen von „Die Sims 3“ sind doof. Wenn sich irgendwer von euch das erste Spiel aufgrund meines noch recht positiven Testberichts geholt haben sollte, entschuldige ich mich in aller Form dafür.

Dissidia Duodecim: Final Fantasy (PSP): Ja wie, Moment, was soll denn das? War „Dissidia: Final Fantasy“ denn nicht genau DAS eine Spiel, wegen dem ich mir vor zwei Jahren eine PSP gekauft habe? War es nicht mein Spiel des Jahres 2009? Alles richtig. Deswegen steht es ja auch unter „Enttäuschung auf hohem Niveau“. „Dissidia Duodecim“ ist im Prinzip ein ganz normales Update, wie man es von Capcoms Prüglern kennt. Es gibt neue Charaktere mit eigenen Kampfstilen, das Kampfsystem wurde ein wenig überarbeitet und einige neue Handlungsstränge gibt es ebenfalls. Aber irgendwie wollte das gesamte Spiel bei mir nicht so richtig klicken wie der Vorgänger. Vielleicht lag es am zu dem Zeitpunkt grasierenden 3DS-Hype, vielleicht daran, dass die neue Story auf den ersten Blick nicht allzu viel zum Gesamtkonstrukt beizutragen scheint, bevor man sich durch die gesamte Handlung des Vorgängers erneut kämpfen muss... Ich weiß es nicht so recht. Ich weiß nur, dass ich mit „Dissidia Duodecim“ wesentlich weniger Zeit verbracht habe als mit dem ersten Spiel.

Super Mario 3D Land (3DS): Wie bei „Portal 2“ oben ist die Kategorie hier technisch gesehen nicht so ganz korrekt gewählt. Ich habe „Super Mario 3D Land“ gespielt. Einmal auf einer Veranstaltung im Oktober und einmal, bevor ich das Rezensionsexemplar weitergeben musste. In beiden Fällen bin ich aber nicht großartig über Welt 4 hinausgekommen. Zwischenzeitlich hat es sich nur mein Bruder kürzlich gekauft, der damit auch sichtlich Freude hat. Ich selbst jedoch kann die zwei durchgehetzten Stunden, die ich damit verbracht habe, nicht ernsthaft als „gespielt“ bezeichnen. Insofern gibt es in diesem Jahr keine richtige Ehrung für das wohl beste 3DS-Jump-'n'-Run (nicht nur mangels Konkurrenz), sondern lediglich eine Erwähnung in dieser Sonderkategorie.

Kid Icarus: Uprising (3DS): Eigentlich hätte das Spiel ja schon zum Start-Zeitraum des 3DS fertig sein sollen. Jetzt ist's für März nächsten Jahres angesetzt. Aber wenn man zumindest nach den Anspielversionen geht, merkt man doch deutlich, dass das Entwicklerteam die Zeit wenigstens richtig ausnutzt. Im Vergleich zum Januar wirkte das Interface der gamescom-Version sauberer, die Level waren fetziger, das Waffenarsenal größer, das AR-Karten-Gimmick witzig und der Multiplayer-Modus anspielbar. Wenn jetzt noch ein Linkshändermodus eingkommt (Circle Pad Pro ahoi!), bin ich wunschlos glücklich. Okay, und wenn's dann endlich erscheint. Nach der Anspielrunde auf der gamescom bin ich mir aber ziemlich sicher, dass es so oder so großartig wird.

Tales of the Abyss (3DS): Ich bereue nichts! Also zumindest bereue ich den Kauf nicht. Wenn mich die Vergangenheit nämlich eines gelehrt hat, dann das Namcos „Tales“-Spiele später nur noch teurer und seltener werden. Weswegen ich mir Sorgen darüber mache, wie ich mein „Tales of Vesperia“-Exemplar ersetzen soll... Jedenfalls ist deswegen „Tales of the Abyss“ sofort und umgehend in meine Sammlung gewandert. Nur großartig gespielt habe ich es leider bisher nicht. Das liegt zum Teil an dem recht lahmen Einstieg mit einem nervigen Hauptcharakter, wobei sich das zumindest laut Aussage meines Bruders nach hinten hin entscheidend bessert, auf der anderen Seite aber auch an all den anderen Spielen, die ich im vergangenen Monat abgeackert habe. Irgendwie ist es mir da schwergefallen, mich auf diesen RPG-Koloss zu konzentrieren. Vielleicht wird’s ja in den nächsten Tagen oder Wochen mal etwas damit. Und mit „Xenoblade Chronicles“. Das war nämlich auch ein heißer Kandidat für diese Kategorie.
So, und wer jetzt gut aufgepasst hat, kann sich schon denken, was ich morgen auf Platz 1 zu präsentieren habe.


