In meinem Schreib-Wahn habe ich auch mal eine Geschichte zu Soul Calibur 2 verfasst. Wie "King of the Vampires" ist diese jedoch nie fertig geworden. Dennoch habe ich mal gedacht, ich zeige mal, was davon existiert. Und wer weiß? Vielleicht schreibe ich die Geschichte sogar irgendwann einmal weiter?

Prolog: Zwei Schwerter

Eine Legende von Seelen und Schwertern wurde bis heute auf der Welt weitererzäht. Sie handelt von Soul Edge, einem bösen, Seelen verschlingenden Schwert. Jahre zuvor wurde es bereits von einem Räuber namens Nightmare gefunden. Doch anders, als er es erwartet hatte, ergriff die Klinge besitz von ihm. Nightmare war nichts weiter als Soul Edges Wirt.

Lange Tog Nightmare mit Soul Edge Zerstörung mit sich, wo auch immer er erschien. Eine Soldatin namens Spohitia machte sich auf, Soul Edge zu zerschlagen. Und letzendlich gelang es ihr mit Soul Calibur, dem guten Schwert, Soul Edges Gegenpol.

Nun, am Anbeginn eines neuen Zeitalters, tauchten plötzlich Splitter des alten, bösen Schwertes auf. Das Schicksal der Leute, die diese Fanden, war mit dem Schwert Soul Edge verbunden...

SOUL CALIBUR II: RISE OF SOUL EDGE

Buch 1: Die Regulus-Anfänge

Kapitel 1: Soul Edges Splitter

Es war ein stürmischer Tag in der Trainingsarena von Regulus. Der Regen petschte dem Ausbilder Richard ins Gesischt. Er war auf der Suche nach seinem Schüler Rogin.
"Wo bist du nur, Rogin?", keuchte Richard. Er war äußerst erschöpft.
Nicht sehr viel weiter lag Rogin im Gras, in seiner Hand einen mysteriösen Splitter haltend. Richard ging auf ihn zu und hob ihn auf seine Schultern.
"Mann, bin ich froh, dass du nicht so schwer bist!", sagte Richard erleichtert.
Er nahm einen Schluck aus der Flasche, die er bei sich trug und schleppte Rogin zurück in die Trainingsarena.
Mitten in der Nacht wachte Rogin auf. Richard saß neben seinem Bett.
"Na, wieder unter den Lebenden?", fragte er grinsend.
Rogin streckte sich: "Ich war nie tot." Er bemerkte den Splitter in seiner Hand. "Ach ja... Das habe ich in den Wäldern gefunden, Meister. Wisst ihr, was das für ein Splitter ist?"
Richard betrachtet den Splitter und schüttelte den Kopf. "Ich weiß es nicht.", sprach er. "Aber vielleicht weiß der Großmeister etwas darüber. Frag ihn mal."
Rogin stand auf und verließ das Zimmer mit den Worten "Vielen Dank, Meister!" und dem seltsamen Splitter in seiner Hand.


Kapitel 2: Edgar

Rogin betrat einen großen Saal. An dessen Ende saß ein etwas älterer Samurai auf einem prunkvollen Thron. Seine Rüstung war jedoch alles andere als schön. Sie war ramponiert und abgenutzt. Der Name des Samurais war Edgar, der Großmeister der Trainingsarena.
"Was ist dein Begehr, Schüler Rogin?", fragte Edgar.
Rogin trat vor ihn und öffnete seine Hand: "Ich habe eine Frage an euch, Großmeister Edgar. Ich fand diesen Metallsplitter in den Wäldern nahe der Arena. Wisst ihr, wovon er stammt?"
"Gib mir den Splitter."
Rogin tat, wie ihm gesagt wurde. Nach kurzer Zeit wurde Edgar blass und er betrachtete den Splitter entsetzt.
"Was ist, Großmeister?", fragte Rogin besorgt.
"Diesen Splitter...", stotterte Edgar. "Du hast ihn selbst gefunden?"
"So ist es. Stimmt etwas damit nicht?" Rogin wurde leicht ängstlich.
Edgar stand auf und sprach: "Wir müssen das unter vier Augen besprechen. Folge mir, Rogin!"
Edgar benahm sich seltsam. Anstatt Rogin wie einen normalen Schüler auch mit "Schüler" anzusprechen, nannte er ihn beim Namen. Leicht zitternd und seine Neugier verfluchend folgte er Edgar. Er betrat einen kleinen, aber würdevoll ausgestatteten Raum. Überall hingen Karten und Auszeichnungen. Edgar setzte sich auf einen Stuhl am Tisch in der mItte des Raumes und bat Rogin, sich auf den anderen Stuhl zu setzen.
"Warum wollt ihr mich hier sprechen?", fragte Rogin, nachdem er sich gesetzt hatte.
Edgar seufzte: "Du kennst doch die Legende von Soul Edge, dem bösen Schwert, das von Soul Calibur zerstört wurde, oder?"
"Ja, aber was hat das damit zu tun?"
"Das hier...", Edgar legte den Splitter auf den Tisch, "...ist ein Splitter von Soul Edge."
Rogin schaute verdutzt und fragte stotternd: "Ist das Euer Ernst? Ein Splitter des verfluchten Schwertes? Ihr beliebt zu scherzen!"
"Ich scherze nie, wenn es um das Schwert Soul Edge geht!"
Rogin betrachtete den Splitter. Dieser Schock saß tief.
Edgar fuhr fort: "Da du diesen Splitter gefunden hast, ist dein Schicksal nun untrennbar mit Soul Edge verbunden. Du musst die anderen Splitter finden. Was du damit am Ende machst, ist dir überlassen, aber ich rate dir, Soul Edge nicht als Waffe zu verwenden, sondern endgültig zu zerstören. Wenn du das Schwert dennoch benutzt, verfällst du seiner Macht und wirst ein Diener Soul Edges..."
Langsam beruhigte sich Rogin wieder: "Also gut, Großmeister. Wann soll ich aufbrechen?"
Edgar holte eine Karte aus einer Schublade des Tisches und breitete sie aus: "Vielleicht interessiert es dich erstmal, wo du hingehen sollst, Newcomer."
"Was soll das heißen, dieses 'Newcomer'?", fragte Rogin.
"Wenn du deine letzte Prüfung beginnst, erhälst du einen Titel. Zu Beginn bist du ein Newcomer. Der Sinn dieses Rangsystems ist es, unsere Schüler zu überwachen und ihre Ergebnisse in dieser Welt zu vergleichen. So merken wir, ob unsere Trainingsmethoden erfolgreich waren. Auf diese Weise optimieren wir sie."
Edgar gab Rogin ein Pergament, auf dem Rogins Name und Titel stand. "Dieser", erklärte Edgar, "Wird durch Magie immer dann aktualisiert, wenn die Prüfer, die mithilfe von Magie über dich wachen, der Meinung sind, du seiest besser oder schlechter geworden."
"Also eine Art Pass..."
"So kann man es nennen, ja. Deine letzten zwei Prüfungen beginnen Morgen. Ruhe dich gut aus. Diese Prüfungen werden hart..."


Kapitel 3: Proving Grounds - Die Prüfungsarena

Rogin fand kaum Schlaf in dieser Nacht. Die Vorstellung, dass er sich nun aufmachen muss, um das Schwert Soul Edge zusammen zu suchen, war gewiss nicht schön. Er zog eine bis auf einige Gras- und Erdflecken schneeweiße Hose und seine leicht bläuliche Weste an. Den Schlitter von Soul Edge nähte er sich in der Nacht in seine Weste ein. Er nahm sein Schwert, ein leicht gebogendes Kurzschwert namens "White Storm", und machte sich auf den Weg zu den Proving Grounds, dem Prüfungsareal im Osten von Regulus.
Regulus ist beiweitem kein kleines Gebiet. Ganze drei Tagesmärsche würde es dauern, von der Trainingsarena aus die Proving Grounds zu erreichen.
"Möchtest du denn nichts zu essen mitnehmen?", fragte Rogins Schwester Farah. "Der Weg ist weit." Sie lernte ebenfalls in der Regulus Trainingsarena, allerdings nicht den Schwertkampf, wie ihr großer Bruder, sondern den Umgang mit dem Kampfstab. Trotz ihrer zierlichen Gestalt beherrschte sie den Stab bereits sehr gut.
Rogin drehte sich zu ihr um: "Nein, danke. Ich schaffe das schon.", sagte er lächelns. "Wasser gibt es unterwegs reichlich und sollte ich Hunger bekommen, erlege ich einfach ein Tier."
"Gut, wenn du meinst, du schaffst das, dann soll es so sein." Sie lächelte. "Viel Glück bei deiner Abschlussprüfung!"
Farah verließ den Raum. Rogin bekam noch mit, wie der Meister seiner Schwester ihr befahl, Wasser zu seinem Gemach zu tragen. Rogin kannte diese "Übung" zu gut. Er hat sie nicht nur dann machen müssen, wenn er trainieren sollte, sondern auch, wenn er sich äußerst... daneben benommen hatte. Und das geschah recht häufig. Schweren Herzens, die zu seinem Zuhause gewordene Trainingsarena von Regulus zu verlassen, warf er noch einen letzten Blick zurück und machte sich auf in Richtung Osten, zu den Proving Grounds.

Zwei Tage wnaderte Rogin nun schon nach Osten. Unterwegs traf er mehr Räuber, als er je erwartet hätte. Ihm war schon bekannt, dass immer mehr un mehr solcher Strolche ihre Runde machten, war es doch drei Wochen lang Gesprächsthema Nummer eins in der Trainingsarena. Keiner dieser Räuber war aber den Fähigkeiten Rogins gewachsen. Selbst Rogin war teilweise von seinen Kräften überrasch. Er vermutete, dass Soul Edges Splitter ihm diese Zusätzliche Kraft velieh. Nach dem, was Edgar ihm erzählt hatte, wäre das eine plausible Erklärung gewesen. Aber wenn einer von Soul Edges Splittern bereits solche Macht verleihen konnte, was vermochte dann wohl das gesamte Schwert für eine Kraft zu entfesseln? Laut der Legende zog Nightmare, von der Macht der Klinge getrieben, durch die Welt und vernichtete alles, was sich ihm in den Weg stellte. Egal ob einfache Bauern, Soldaten, Kriegsschiffe oder Häuser aus Holz oder Beton: Nichts konnte der Kraft Nightmares standhalten. ^Nichts außer Soul Calibur, dem direkten Gegenpol Soul Edges. Die Kraft Soul Caliburs wird vom Mut des Trägers bestimmt. Sophitias Mut war Soul Edges Stärke gewachsen und deshalb gelang es ihr auch, Soul Edge zu vernichten. Anhand des Splitters in Rogins Weste musste er jedoch feststellen, dass Soul Edge jedoch nicht endgültig vernichtet wurde. Es lag nun an ihm, etwas gegeb die dämonische Klinge zu unternehmen.
"Vielleicht aber auch nicht ganz.", dachte Rogin. "Vielleicht haben andere ebenfalls Splitter gefunden und wollen auch das Schwert für immer zerstören." Aber ein Gedanke schauderte ihm. "Was aber, wenn andere die Macht des Schwertes für sich in Anspruch nehemn wollen? Wenn sie mich töten wollen, um an meinen Splitter zu gelangen?"
Rogin durfte nicht daran denken. Er hoffte, dass auch andere Menschen das Schwert zerstören wollen. Ohne es zu ahnen, erreichte er die Proving Grounds. Er war in nur zwei Tagen angekommen. Auch das schob er auf Soul Edges furchterregende Macht...


Kapitel 4: Leon

Die Proving Grounds... EIne riesige Halle, im alt-japanischen Stil gebaut. Rogin stieß einen Pfiff der Begeisterung aus. Noch nie zuvor erblickte er ein solch großes Gebäude. Die Regulus Trainingsarena war nur ein Hamsterkäfig gegen das hier. Er erreichte das Tor, auf dem geschrieben stand: "Nur ein Kämpfer wahrer Stärke kann das Tor öffnen."
Rogin sah einen Mann das Tor öffnen. Als er es passierte, schloss es sich wieder mit einem lauten Geräusch. Rogin drückte sich leicht gegen das Tor, doch es rührte sich kein Stück.
"Was soll das?", fragte er sich. Er drückte abermals gegen das Tor, diesmal mit mehr Kraft. Doch wieder geschah nichts.
Eine Stimme rief ihm etwas zu: "Wenn du nicht stark genig bust, dieses Tor zu öffnen, kannst du gleich wieder nach Hause laufen!"
Rogin drehte sich um. Vor ihm stand ein wohlgekleideter Mann mittleren Alters. An seiner rechten Hüfte hing ein Degen.
Er sprach: "Dieses Tor lässt nur körperlich starke durch. Sag bloß, du wusstest das nicht?"
Rogin schüttelte den Kopf, worauf der Mann in Gelächter ausbrach. Als er sich langsam wieder fing, sagte er: "Um ehrlich zu sein, wiegt das Tor 'ne ganze Menge. Weicheier wie du sollten besser nicht hier sein. Du könntest dich verletzen..."
Wütend starrte Rogin den Fremden an, der sich auf das Tor zubewegte, seine Kraft sammelte und das Tor ohne Schwierigkeiten öffnete. Er grinste Roogin noch kurz an, dann verschwand er hinter dem sich polternd schließenden Tor.
Rogin stand ratlos vor dem Zugang zu den Proving Grounds. Er sammelte seine Kraft, angestachelt durch den Spott des Fremden sammelte er sogar noch mehr, und stemmte sich ein weiteres mal gegen das Tor. Langsam bewegte es sich. Der Splitter in Rogins Weste begann zu leuchten. Also Rogin das Tor einen Spalt breit geöffnet hatte, schnellte er hindurch. Das Tor schloss sich abermals mit lautem Getöse. Endlich war Rogin, wo er sein wollte: Auf den Proving Grounds, um seine letzte Prüfung abzuschließen.
Er betrat den Hof der gigantischen Anlage. Überall wuchsen Blumen, Bäume und Büsche. Auf seinem Weg von der Trainingsarena bis hierher war Rogin noch nie so ein Ort in Regulus untergekommen. Einen Fußmarsch später stand er vor der riesigen Haupthalle. Vor dem Tor zur Halle standen zwei Leute mit gezogenen Waffen, um sie herum eine große Zuschauermenge. Es standen ein bulliger Mann mit einer großen Kampfaxt in seinen Händen und eine schwächlich wirkende, junge Frau gegenüber.
Der Mann war nur noch in der Lage, keuchend zu sprechen: "Wieso kann ich nicht an der Prüfung teilnehmen? Mein Lehrer meinte..."
Er bekam die Klinge eines Degens zu spüren, der seinen Satz unterbrach. Die Klinge durchbohrte sein Herz. Blut floss aus der Stichwunde. Langsam zog die Frau ihren Degen aus dem Mann heraus, der daraufhin zusammensackte und sich nicht mehr rührte.
"Er ist tot...", flüsterte Rogin entsetzt.
Die Frau wandte sich der Menge zu und sprach laut und deutlich: "Was eure Lehrer oder Meister von euch halten, ist mir egal! Mein Eindruck ist hier entscheidend! Wer von euch Amateuren nimmt es mit mir aus? Wer hat den Mumm für einen Kampf mit mir?"
Stille herrschte in der Menge. Keiner sprach auch nur ein Wort. Alle waren zu entsetzt von dem, was gerade vor ihren Augen geschah.
Plötzlich hob Rogin seine Hand empor: "Ich nehme die Herausforderung an!"
Als er die Kampffläche vor dem Tor betreten hatte, fiel ihm der Mann auf, der sich an das Tor zur Halle lehnte. Es war derselbe, der das große Tor mit Leichtigkeit hat öffnen können. Er winkte Rogin freundlich zu. Er lächelte sogar.
Die Frau mischte sich ein: "Der Typ da hinten ist bisher einer der wenigen, die ich als würdig empfunden habe. Sein Name ist Leon. Ich heiße übrigens Alice."
Rogin wollte gerade "Mein Name ist Rogin" antworten, aber Alice fiel ihm ins Wort: "Deinen Namen muss ich nicht kennen. Die Namen von Toten sind es nicht wert, gemerkt zu werde."
Rogin zog voller Entschlossenheit sein Schwert "White Storm" und richtete es auf Alice. Sie stürmte auf Rogin zu und versuchte, ihm in das linke Schienbein zu stechen. Rogin sprang zurück und erhob abermals sein Schwert. Er wartete ab. Und wiedermals rannte Alice auf Rogin zu. Rogin rollte sich zur Seite ab und versuchte dabei, Alice mit "White Storm" zu erwischen. Tatsächlich. In igrem linken Hosenbein war ein Schnitt zu erkennen.
Alice blieb stehen und sagte nichts. Kurz darauf begann sie zu lachen: "Du bist gar nicht mal so schlecht. Das könnte interessant werden. Wie ist dein Name?"
Rogin antwortete voller Entschlossenheit: "Rogin, Newcomer aus dem Westen von Regulus!"
"Rogin...", sprach Alice langsam. "Der Name gefällt mir. Also dann, zeig was du wirklich drauf hast!"

FORTSETZUNG FOLGT